Beziehungen sind der Ort, an dem wir uns am tiefsten zeigen. Und am verletzlichsten sind.

Ich bin Isabel Stettin, systemische Beraterin mit Schwerpunkt Paartherapie, Sexualtherapie und Beziehungsberatung. In meinerm Beratungsraum in Stuttgart-West und online begleite ich Menschen, die sich in Beziehungskrisen, wiederkehrenden Konflikten oder innerer Distanz wiederfinden, die spüren, dass etwas in ihrer Beziehung oder Sexualität aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Oft lässt sich zunächst gar nicht genau benennen, worum es eigentlich geht. Es gibt Streit, Rückzug, Erschöpfung oder Sprachlosigkeit. Nähe fühlt sich schwierig an. Gespräche drehen sich im Kreis. Oder entsteht das Gefühl, nebeneinander her zu leben, obwohl da eine Sehnsucht nach Verbindung ist…

Mich interessiert deshalb nicht nur das sichtbare Problem, sondern das, was darunter wirkt: biografische Prägungen, Beziehungserfahrungen, Schutzmuster, innere Dynamiken und das, was sich im Körper zeigt, lange bevor es Worte findet.

Warum Beziehung mein Thema ist

Beziehungen können uns tragen, nähren und lebendig machen. Gleichzeitig berühren sie oft genau die Stellen in uns, an denen wir besonders empfindlich sind.

Zu viel Nähe kann einengen. Zu viel Distanz lässt Verbindung verloren gehen. Viele Paare bewegen sich genau in diesem Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit.

Mich interessiert, wie Beziehungen lebendig, ehrlich und entwicklungsfähig bleiben können, auch und gerade in Krisen.

Ich glaube nicht an perfekte Beziehungen. Ich glaube an echte: an Beziehungen, die Spannungen aushalten dürfen, die sich verändern können und in denen Unterschiede, Widersprüche und Unsicherheiten Platz haben.

Und ich glaube daran, dass Kontakt wieder entstehen kann, auch dort, wo er zeitweise verloren gegangen ist. Zu anderen und zu sich selbst.

Ich kenne diese Fragen nicht nur aus der therapeutischen Arbeit, sondern auch aus eigener Beziehungserfahrung. Genau daraus ist über viele Jahre ein tiefes Interesse daran entstanden, zu verstehen, was zwischen Menschen geschieht, wenn sie lieben, sich verlieren, schützen, kämpfen oder sich wieder annähern.

Heute arbeite ich deshalb nicht mit fertigen Antworten oder einfachen Konzepten. Sondern an der Seite von Menschen, die verstehen möchten, was in ihrer Beziehung geschieht — und wie neue Formen von Kontakt möglich werden können.


Wie ich arbeite

Meine Haltung ist einfach und zugleich grundlegend: Jeder Mensch hat das Recht, in seiner Würde gesehen zu werden. Das ist nicht nur ein Satz für mich — es ist der Boden, auf dem ich arbeite.

Mein Ansatz verbindet systemische Therapie, emotionsfokussierte Paartherapie, Differenzierungsarbeit und körperorientierte Verfahren.

Im Mittelpunkt steht für mich die Fähigkeit, in Beziehung authentisch und mit sich selbst verbunden zu bleiben, ohne den emotionalen Kontakt zum Gegenüber zu verlieren.

Ich arbeite bindungsorientiert, traumasensibel und ohne zu pathologisieren. Ich frage nicht zuerst, was falsch ist, sondern welchen Sinn bestimmte Muster einmal hatten. Und wie sie sich heute weiterentwickeln dürfen.

Paare können füreinander zu einem sicheren emotionalen Hafen werden. Auch dann, wenn sie einen solchen Ort selbst nie erfahren haben.

Ich begleite Paare und Einzelpersonen dabei, eigene Stress- und Schutzmuster besser wahrzunehmen. Gemeinsam schauen wir darauf, wie Körper und Nervensystem auf Belastung reagieren, etwa mit Kampf, Rückzug oder Erstarrung.

Wenn Menschen beginnen, diese Dynamiken zu verstehen, verändert sich oft etwas Konkretes. Gespräche werden ruhiger. Konflikte verlieren an Eskalation. Nähe wird wieder möglich, ohne sofort Bedrohung auszulösen.

Veränderung entsteht selten allein durch Einsicht. Sie entsteht dort, wo Verstehen, emotionales Erleben und körperliche Erfahrung zusammenkommen.

In meiner Arbeit verbinde ich deshalb drei Ebenen:

  • Verstehen — durch Einordnung, Reflexion und das Erkennen innerer Muster
  • Erleben — durch den direkten Kontakt mit Gefühlen, Bedürfnissen und Beziehungserfahrungen
  • Verkörpern — durch das bewusste Wahrnehmen dessen, was der Körper spürt, erinnert und ausdrückt

Mein Weg

Mich hat schon früh interessiert, warum Menschen fühlen, denken und lieben, wie sie es tun — und warum sich bestimmte Muster gerade in unseren engsten Beziehungen so hartnäckig wiederholen.

Diese Fragen haben mich zunächst in den Journalismus geführt. Seit über zehn Jahren arbeite ich als Journalistin und habe mit den unterschiedlichsten Menschen gesprochen. Dieses genaue Zuhören — auch für das, was zwischen den Zeilen liegt — prägt meine therapeutische Arbeit bis heute.

Beziehung muss nicht perfekt sein, um sich wieder lebendig und verbunden anzufühlen.

Vielleicht haben Sie beim Lesen bereits ein Gefühl dafür bekommen, ob meine Art zu arbeiten zu Ihnen passen könnte. Wenn Sie möchten, lernen wir uns in einem ersten Gespräch kennen.

Mein fachliches Fundament

  • systemischer Therapie und Beratung (Ausbildung in Stuttgart)
  • Paartherapie (IGST Heidelberg)
  • Sexualtherapie (ISTOB München)
  • körperorientierter Sexualberatung (Sexological Bodywork)
  • Differenzierungsbasierte Paartherapie nach Dr. Ellyn Bader (i. A.)

Ergänzend bilde ich mich kontinuierlich fort:

  • emotionsfokussierter und differenzierungsbasierte Paartherapie
  • Trauma und Bindung
  • Embodiment und somatischer Arbeit

Für eine qualitätsgesicherte Arbeit nutze ich regelmäßig Supervision und kollegiale Intervision.

Weiterbildungen und Vertiefungen
  • Hypnosystemische Therapie (Gunther Schmidt)
  • Weibliche Lust in der Sexualtherapie (Dr. Angelika Eck)
  • Embodiment in Therapie und Beratung und Zürcher-Ressourcen-Modell (Dr. Maja Storch)
  • Systemische Paar- und Sexualtherapie (Prof. Dr. Ulrich Clement)
  • Klinische Sexologie & Sexocorporel (Dr. med. Karoline Bischof)
  • BDSM und Fetisch in der Praxis (Carina Pflumm)
  • Begleitung bei der Öffnung von Beziehungen
  • Ego-State-Therapie bei Traumafolgestörungen (Dr. Kai Fritzsche)
  • Sexualität und Trauma (Melanie Büttner)
  • Somatic Experiencing (Einführung)

Sie müssen sich hier nicht erklären oder rechtfertigen. Unterschiedliche Beziehungsformen, Identitäten und Lebensweisen sind selbstverständlich willkommen.

Ich begegne Ihnen auf Augenhöhe. Sie sind Expertin oder Experte für Ihr Leben. Ich halte den Raum, in dem Sie Ihre eigenen Antworten finden können.

Meine Aufgabe ist nicht, vorzugeben, wie Beziehung oder Sexualität für Sie aussehen soll. Sondern Sie dabei zu unterstützen, Ihren persönlichen Weg zu finden.

Committed to work ⸻

„Das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist: gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Beziehung."

— Virginia Satir, Psycho- und Familientherapeutin

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